Kategorie-Archiv: Allgemeines und Sonstiges

Demo gegen Studiengebühren

Letzten Dienstag hat Wissenschaftsminister Zöllner verkündet, dass Rheinland-Pfalz als so genannte „Notwehrmaßnahme“ Studiengebühren in Höhe von 500-650 Euro für „Nicht-Landeskinder“, das heißt für Menschen, deren Erstwohnsitz sich nicht in Rheinland-Pfalz befindet, einführen wird. Studiengebühren sind ohnehin abzulehnen, weil sie im sozial schon hoch selektiven bundesdeutschen Bildungssystem zusätzlich selektiv wirken. Zudem ist das Konzept nicht durchdacht: Was z.B. ist mit Menschen, die im hessischen Mainzer Stadtteil Kastel leben? Schlußendlich betrifft diese Einführung ALLE Mainzer Studis gleichermaßen, ob „Landeskind“ oder „Nicht-Landeskind“, denn die angekündigten Gebühren werden nur als Türöffner für allgemeine Studiengbühren für alle dienen.
Der AK Protest der Uni Mainz und der AStA rufen deshalb zu einer Demo gegen Studiengebühren auf. Treffpunkt ist am
Donnerstag, den 20. Juli 2006 und 16:00 Uhr am Philosophicum (Welderweg 18, Campus).
Um 14:00 findet eine Vollversammlung der Mainzer Studis statt.
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T’ai Chi und Qi Gong – Das Leben ist Bewegung

Leitung: Mina Hahn
FR, 8. SEP 2006 17.00 – 18.30 Uhr 14 Nachmittage 59,00
T’ai Chi ist eine alte chinesische Meditationsform und Gymnastik in fließenden Bewegungen, die sowohl als Bewegungstherapie als auch als Selbstverteidigungskunst ihre Anwendung findet. In der taoistischen Philosophie wurzelnd, unterstützt T’ai Chi körperliches und seelisches Wohlbefinden und die inner Stabilität. Qi Gong heißt „Arbeit mit der inneren Krakft Qi“. Diese Kraft kreist in unserem Körper und erhält uns am Leben. Ist dieser Fluss gestört, werden wir krank. Im Kurs werden u. a. Übungen zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems gezeigt, außerdem Übungen zur Besserung bei Beschwerden im Rücken und Gelenkverschleiß. Bitte bequeme Kleidung, Gymnastikschuhe oder warme Socken mitbringen.

Mainz Teil Sechz

auf einmal hören wir es über uns knallen. das Johannisfeuerwerk hat begonnen. chopins tauben huschen erschrocken hin und her und chopin nimmt sie unter seine jacke. schweigend betrachten wir das bunte knallspiel. bei den bunten lichtblumen sind die meisten aahhs und ooohhhs zu hören. ich jedoch mag lieber die kleinen silbernen. eine lichtdusche, denke ich mir.
als das spektakel seinen höhepunkt erreicht, bin ich am beobachten der menschen um uns rum. chopin schaut immernoch hoch und das licht spiegelt sich in seinen grün-braunen augen wieder. mir fällt auf, wie schön er ist. das schwarze haar hat er leicht hoch gegelt. ich stelle mir vor, wie er vor dem spiegel steht und seine kottletten richtet. die nase ist etwas länglich, aber wohl geformt. sein kleines rocker-bärtchen schmückt ihn nur noch mehr. und die augen…
in dem moment fängt er meinen blick und ich schaue peinlich errötet wieder zum feuerwerk. ich merke wie er mich mustert. so lange, es kommt mir vor wie eine ewigkeit. ich schaue ihn wieder an und er guckt immernoch. dann holt er einen stift aus seiner jackentasche und schreibt etwas auf den bierdeckel. er schiebt ihn zu mir rüber. sein blick ist ernst. auf dem weißen rand des bierdeckels hat er ein kleines herz gemalt mit einem fragezeichen daneben. ich spüre wie mein herz schneller schlägt. zögernd nehme ich seinen stift und mache aus dem fragezeichen ein ausrufezeichen. wir lächeln uns an.
ENDE

Mainz Teil 5z

chopin schaut mich entsetzt an. „bist du verrückt? du willst nicht das geheimnis des glücks wissen? du könntest für immer glücklich sein!“
ich trink mein bier auf ex aus und schweige einen moment lang. chopin hat immernoch diesen erschrockenen hundeblick, meine augen spiegeln sich in seinen, grün-braun auf grün-braun. ich vertrage nich viel und spüre wie immer erst den alkohol in meinen beinen. es ist angenehm, wie das glück.
„ich brauche das geheimnis nicht zu wissen, das glück kommt, wenn es halt kommt. und wenn es nicht grad bei mir zu besuch ist, dann vielleicht bei meinem nachbar. würde es bei mir einziehen, hätten die anderen menschen nichts davon.“ grün-braune augen schauen mich misstrauisch an.
„das glück ist das geheimnis. es ist unberechenbar und spontan. du chopin, kennst doch das geheimnis. und trotzdem sehe ich traurigkeit in deinen augen.“
chopin schaut weg. ich versuche seinen blick wieder aufzufangen.
„ich kenne aber auch das geheimnis der traurigkeit“ murmelt er in seinen ärmel. ich merke wie die traurigkeit auch bei mir anklopft. ich lasse sie rein, ja, ich bin froh, dass sie zu besuch kommt und dass chopin sie nun nicht ganz alleine umsorgen muss.
„sie geht doch auch wieder, chopin. genauso wie sie, oder das glück kommen, so gehen sie auch wieder.“ chopin klammert sich mit einer hand an sein bierglas und mit der anderen streicht er über das blau-graue gefieder einer taube.
„kennst du das geheimnis der vergänglichkeit?“ frage ich ihn.
neugieriges grün-braun.
„nein“
ich bin erleichtert. „gut so.“

Mainz Teil 4z

ach du scheiße, war die zeit hier schön. hier habe ich nämlich die hälfte meines krankenpflegepraktikums gemacht. eine so erfüllende zeit. hatte eine neue freundin dazugewonnen (M.M.,ich vermisse dich.), menschen geholfen, jemand hat sich in mich verliebt (M.P., es tut mir leid.), beziehungen geknüpft…ach. da war der frühling warm, vor mir stand die Indien reise und winkte. das land, das nach mir ruft, hat mal jemand gesagt.
„ach so ist das“ nickt der junge mann, obwohl ich nichts gesagt habe.
wir schlendern fort zur altstadt, meiner liebsten ecke von mainz. dabei erzählt mir chopin (so heißt der junge mann) von seinem langen leben. 23 ist er jetzt. seine erzählung klingt wie musik in meinen ohren und meine gedanken werden immer klarer.
es ist johannisnacht und kein mensch unterwegs. chopin sieht einen bierstand und fragt mich, ob ich hunger hätte. meinen magen hatte ich total vergessen, er mich aber nicht. mein magen bestellt also ein abendessen und chopin 2 Bier für unsere seelen. wir sitzen auf einer bank am leichhof mit blick auf die nachts so dramatische kirche und essen unser bier. „weißt du chopin“, fange ich an, „ich glaube, ich bin glücklich.“ er schmunzelt:“wegen dem bier?“ „nein. ich bin so glücklich hier mit dir zu sitzen, einfach so. ich könnte heulen vor glück.“ chopin wird ernst. „ich kenne ein geheimnis des glücks. das hat mir die traurigkeit erzählt. sie hat nämlich das glück belauscht, als es sich mit dem pech unterhielt. willst dus wissen?“
„nein, chopin.“

Mainz, Teil 3z

Im Folxparc ist es ziemlich laut und riecht nach gegrilltem Gemüse. es wird abend, und somit allmählich hell. ich setzte mich auf eine bank und beobachte die traurigen kinder, die auf dem parcplatz die rutsche hoch rutschen. ich verspüre einen funken neid und vergesse meine glückliche kindheit.
john jackson trällert „taylor“ in meine ohren, aber ich hör’weg und singe mit. ein junger mann, der von tauben gefüttert wird, setzt sich neben mich auf die halbleere bank. knabenhaft spielt er mit seinen schnürsenkeln. „hallo“, sage ich. ach du scheiße. habe ich das „hallo“ eben gesungen? der junge mann blickt mich mit seinen grün-braunen augen an und meint nur: „wir haben dieselbe augenfarbe“. ich nicke. wackeldackel. „lust auf einen latschgang?“ ich nicke.
wir spazieren, er mit seinen tauben und ich mit iPod, an dem dorfpark und dem dornengarten vorbei zum südseebahnhof. wir reden kein wort, bis ich am aua-zentrum stehen bliebe.“hast du schmerzen?“fragt mich der unbekannte.“ja. novalgin hilft da aber nicht.“ er holt eine flasche wein aus seiner westentasche hervor und hält sie mir entgegen:“seelenschmerz?“. ich lehne dankend ab.

Mainz teil Zweiz

ich entscheide mich noch zweimal um und gehe richtung sommerhafen. kein fleckchen grün ist dort zu finden, alles nur hellgrün. mir fällt ein kleiner baum auf. ach du scheiße, fällt mir ein. da hab ich doch letztens nicht gegessen.
ihn neben mich ich setzte also. was ist die pointe? ach du scheiße, das ist doch meine selbstgedrehte kippe, die hier rumliegt. ich hebe sie auf, hol mein feurzeug raus und mache sie aus. so hock ich da und rede mit den delphinen im rhein. dabei höre ich John Jackson. es ist furchtbar kalt und so mache ich mich gänsehäutig auf den weg zur favorite, meinem lieblingsplatz. hier hatte ich an meinem 16. Geburtstag einen Fahrradunfall, deswegen hasse ich diese Stelle. Ich überlege, ob ich über die Brücke gehen soll, denke aber nicht darüber nach und latsche barfuß zum folxparc.

Mainz Teil Einz

Ach du scheiße, denk ich mir. wird der eisverkäufer heute noch seine schweinshaxe loswerden? aus der dönerbude schallt russische musik und jemand schreit ganz laut: ich hab kein aua! ich gehe also weiter richtung rhein am sockengeschäft vorbei (heute haben se BHs im angebot) und wunder mich über das schwein an der leine. ach du scheiße, grunzt es wieder in meinem kopf. ein starker geruch von knoblauch-parfüm fliegt mir in die nase und eine kleine Frau, die vor mir läuft fängt an zu kotzen. ich bleibe als einzige stehen und biete ihr meine leeres päckchen taschentücher an. sie sagt „bitte“ und isst es. nun ist es nicht mehr weit bis zum rhein. an der billigen bar „citrus“ stolper ich und schlage mir den rucksack auf, der mir dann höllisch weh tut. eine weiße katze überquert die bank und hinterlässt dort ihre pferdeäppel. ach du scheiße.

Unter Druck


unsere kleine Stadt hat einen großen Sohn hervorgebracht. Einen, nur einen, gottseidank nur einen. Weil der mit Vornamen Johannes hieß, feiert unsere kleine Stadt an Johannis ein Fest. Wenn unsere kleine Stadt ein Fest feiert, dann bedeutet das, die ganze Stadt in einen Rummelplatz und im Verlauf des Rummels dann in ein riesiges Pissoir zu verwandeln. Es ist wahrlich putzig anzusehen, wenn schwankend Männer gegen igendwas pinkeln, was nicht eines anderen Mannes Bein ist (obwohl auch das schon vorgekommen sein soll), aber auch Frauen dämlich grinsend den Rock hochnehmend hinter einem parkenden Wagen verschwinden. Diese über die gesamte Innestadt verteilte Pisse wird dann mit möglichst kleinen Glasscherben garniert. Zur besseren Festigkeit (Festig- nicht Festlich) verklebt der geübte Straßenkünstler alles mit reichlich verschüttetem Bier und gelegentlicher Kotze. Geübt hat man schon zur Fassenacht, aber im Sommer, wenn es schön warm ist, machts viel mehr Spaß, die Sau rauszulassen.
Wie gesagt, gottseidank gibts nur den einen großen. Stellt euch mal vor, wir hätten auch noch den Martin Luther (11.11. da wird hier nur klein gefeiert), Ludwig van Beethoven (25.8.), Konrad Adenauer (4.4.), Albert Einstein (7.8.) Sigmund Freud (2.5.)…da würden die Wurstbuden und Bierschwemmen zur Dauerinstallation und die Bevölkerung befände sich in einem permanenten Dillirium.

“Erste Mainzer Bloglesung”

Hallo zusammen!
Habe weiter unten gesehen, dass ausser dem Thema Fussball noch weitere Themen haben möchte. Nun gut.
Da wäre ja beispielsweise die “Erste Mainzer Bloglesung”, so geschehen am 28.04.2006 in der Kultur-Kasematte zu Mainz. Aber bevor ich hier jetzt lange und breit darüber philosophiere, hier einfach der Link zur Bloglesung. Und für alle, die nicht genug davon bekommen können, und alle anderen, die die “Erste Mainzer Bloglesung” verpasst haben, gibt es jetzt eine Bildergalerie und die komplette Lesung als Podcasts.
Na denn: viel Spaß!

Gruß, Doppelblogger

Seit Fastnacht nur noch krank

Also, entweder verträgt meine Kleine den Kindergarten nicht, oder wir haben anderweitig total geloost.

Seit Januar besucht mein Töchterchen den Kindergarten. Macht ihr auch viel Spaß, sie freut sich jeden Morgen darauf und zeigt auch eigentlich keinerlei „Verhaltensstörungen“, weil ich sie nun mit anderen Kindern alleine lasse. Kurz vor Fastnacht allerdings war sie das erste Mal in ihrem Leben richtig krank. Eine Bronchitis. Drei Wochen war sie nicht im Kindergarten, und dabei sollte sie ab 1. April in Vollzeit hingehen. Ich habe nämlich jetzt einen Job. Nun, wir haben die Bronchitis überwunden. Sie geht wieder in den Kindergarten, ich fange im März in Teilzeit an zu arbeiten. Eine ganze Woche hat sie mir gegeben, dann war eine Magen-Darm-Grippe fällig. Flugs war ich nach einer Woche im neuen Job schon eine Woche zu Hause. Super! Wir gehen also dann übergangslos in die Vollzeit – also in die KiTa. Gleicher Kindergarten, gleiche Rituale, gleiche Kinder, usw. Nur eben halt ein paar Stündchen länger. Diesmal hat sie mir eine anderthalbe Woche gegeben. Bitterböse Erkältung mit starkem Husten, rotem Hals und Fieber. Ganz toll! Schon wieder zu Hause. Nach Ostern versuchen wir’s nochmal. Mal sehen, vielleicht können wir uns irgendwann einmal auf einen Monat Arbeit mit anschließender 1-wöchiger Genesungszeit einigen. Wär ja schonmal was.

Passt’s ihr vielleicht doch nicht, dass ich sie im Kindergarten abliefere? Schwindelt sie mir was vor? Lässt sie mich glauben, dass es ihr gefällt, obwohl es gar nicht so ist? Können Kinder sowas überhaupt? Sind 3-Jährige in der Lage, Gefühle vorzugaukeln? Na, ich weiß nicht …

Irgendwie …

… scheint dieser Blog zu einem reinen Veranstaltungskalender mit Schwerpunkt Fußball zu mutieren. Ich war aus persönlichen Gründen eine Weile nicht hier, doch jetzt stelle ich mit einem Blick ins Archiv fest, dass 70% der Artikel reine Veranstaltungshinweise sind, darunter ein sehr großer Teil über die 05er, der Rest besteht aus Artikeln über Fußball und ein klitzekleines Bisschen steht noch unter der Überschrift „Allgemeines und Sonstiges“.

Das ist doch wohl nicht Sinn und Zweck eines Stadtblogs … Veranstaltungen werden mannigfaltig angekündigt (Plakate, Tageszeitung, News-Ticker lokaler Provider, und, und, und) und – obwohl ich eine wirklich echte Mainzerin bin – das Thema Fußball steht mir mittlerweile Oberkante Unterlippe.

Also, Blogger, besinnt Euch doch mal auf den eigentlichen Sinn dieser Seite und schreibt was das Zeug hält.

Grüße.

Klinsmann ruft Manuel Friedrich in den Kader

Es ist geschafft. Der Mainzer Abwehrspieler Manuel Friedrich wurde in den WM Kader berufen.

Zu der Berufung des Mainzers Friedrich sagte Klinsmann: „Wir haben Manuel in dieser Saison schon ständig beobachtet und auch einige Gespräche mit seinem Mainzer Trainer Jürgen Klopp geführt. Schon vor dem Frankreich- und Italien-Spiel war die Nominierung von Manuel für uns ein aktuelles Thema. Seine Entwicklung in den vergangenen Jahren war enorm konstant und sehr interessant. Seine Spielweise entspricht unserer Philosophie, seine Stärken liegen unter anderem in seiner Zweikampfstärke und seinem hervorragenden Stellungsspiel.“
(Quelle und vollständiger Artikel: sportal.de)

1:1 gegen den BVB

Es war diesesmal die Hand Gottes die dem BVB vor einer erneuten Heimniederlage bewahrte. In der 27. Spielminute traf Christian Wörns nach vorangegangenem Handspiel aus 2 m Entfernung das Mainzer Tor. Ein irregulärer Treffer der leider gewertet wurde.

Allerdings spiegelte der Führungstreffer die allgemein bessere Offensivarbeit der Dortmunder wieder. Wetklo wurde ein- ums anderemal geprüft doch mehr als das 1:0 zur Pause war nicht drin.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Mainzer mit viel mehr Schwung aus der Kabine. Nachdem die Gastgeber zwei Chancen vergaben kam die Stunde der Mainzer. In der 53. Minute schoss Michael Thurk nach Vorarbeit von Zidan den Ball in den linken Winkel – unhaltbar.

Den Foulelfmeter in der 58. Minute wurde von Zidan (bisher der todischere Elfmeterschütze) leider an das rechte Aluminium gehämmert und so blieb es bei dem Ergebnis von 1:1.

Das Positive daran: 1 Punkt Auswärts – ein Punkt mit dem man sicherlich nicht fest rechnen konnte.

Nachspiel: Mainz 05 Homepage, AZ Sportspecial

Rutschpartie

Ich bin ein Innenstadt-Bewohner und als solcher kann man sich gar nicht vorstellen wie ein Winter richtig ist. Kalt ist es hier zwar schon, aber bevor es hier im Zentrum so richtig eisig wird ist rundherum schon alles eingeschneit – dachte ich zumindest bis gestern abend:
Ich war im Münchfeld bei einer Freundin und nach ein paar Glühwein so um 10 Uhr wollte ich mich auf den Heimweg machen. Als ich zur Haustür raus ging konnte ich gerade noch zu ihr sagen: „Oh, es regnet ein bisschen…“ rutsch…da lag ich auch schon auf meinem Hintern. Es war spiegelglatt!!! Im Schneckentempo und mit sichernder Hand am Zaun habe ich mich zur Bushaltestelle gehangelt.
Natürlich wähnte ich mich sicher, als wir am Hauptbahnhof ankamen “ wenn´s oben auf dem Berg eisig ist, scheint hier noch die Sonne“. Ich machte einen Schritt aus dem Bus und rutsch…fand ich mich in schon bekannter Stellung wieder. Unglaublich, auch hier war es total glatt!
Um eine Erkenntnis reicher und mit schmerzendem Po bin ich dann doch noch zuahuse angekommen.

Gute Vorsätze

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!
Habt ihr euch viel vorgenommen für das neue Jahr? Gute Vorsätze sind etwas Wundervolles. Sie beweisen, dass man seinen eigenen Lastern und schlechten Gewohnheiten klar ins Auge sieht und versucht den eigenen Schweinhund zu überwinden.
Vornehmen kann man sich ja viel… und so nimmt man sich alljährlich kurz vor Glockenschlag vor mit dem rauchen, trinken, essen…im neuen Jahr aufzuhören.
Mein Vorsatz für dieses Jahr ist wieder regelmäßig Sport zu machen. Und wenn ich nun Bilanz ziehe ( nach 5 Tagen darf man das doch schon!) muss ich leider sagen, dass meine Turnschuhe noch immer in der Ecke stehen…
aber morgen, für morgen habe ich´s mir fest vorgenommen.

Ach iwo, es ist doch nicht kalt …

Wie war das doch gleich? Irgendwo so zwischen 18 und 21 Grad sollte es zu Hause sein? Tja, sollte es. Aber hey, es ist doch gar nicht kalt … brrrrrrr … iwo, ich frier‘ doch gar nicht … brrrrrrrr … alles nur eine Frage der Einstellung …

Seit mein Thermometer in der Wohnung nicht mehr über 10 bis 11 Grad steigt, haben sich mannigfaltige Heizmöglichkeiten aufgetan. Man muss nur erfinderisch sein.

Öfter mal was im Backofen zubereiten – jaaa, das heizt schön ein. Aber gleich am Morgen? Nö. Da muss die Wärmflasche herhalten. Und bis es Essenszeit ist und der Backofen zum Einsatz kommt, da ist der Computer dran. Ob ich nun davorsitze oder nicht – er macht warm. Ach, und die Lampe über meinem Schreibtisch, die muss auch dran glauben. Dauereinsatz für diverse Beleuchtungskörper gehören zu einer mollig warmen Wohnung einfach dazu. Wie gut, dass in der Vorweihnachtszeit verstärkt Kerzenlicht angesagt war.

Bewegung! Ja. Genau. Also wird den Kindern eben mehr als nur ein- oder zweimal pro Tag hinterhergeräumt. Auch wenn das die bisherigen Erziehungsversuche zu selbstständigem Aufräumen geringfügig sabotiert. Ich kann auch die Krümel mehrmals am Tag aufsaugen, anstatt mich einfach nur danach zu bücken. Und die eigentlich angesetzte Zeit zum Bügeln kann signifikant verlängert werden, wenn man auch Waschlappen und Unterhosen plättet. Hauptsache, es bleibt schön warm. Schade nur, dass mein Wäschetrockner in der Waschküche steht.

Selbstverständlich gehört auch die Aufheizung von Innen dazu. Drei bis vier Liter Heißgetränke pro Tag kommen da schon zusammen: Kaffee, Tee, Kakao in Massen. Und weil im Stockwerk unter uns den ganzen Tag niemand zu Hause ist, der Wärme von Unten liefern könnte, wird unter zwei Paar Socken gar nichts akzeptiert.

Gelüftet wird erst am Abend, dann aber richtig. 20:15 Uhr – das ist nach einem kurzen Gastspiel der Teletubbies am Morgen das erste Mal, dass der Fernseher eingeschaltet wird. Strickjacke an, Wärmflasche auf die Couch, Wolldecke zum Einmummeln – und Fenster gaaanz weit auf … brrrrrrrr …

Ach iwo, es ist doch gar nicht kalt …

Schneechaos

Die Kerzen sind abgebrannt, die Plätzchenteller sind leer und die besinnlichen Stunden sind vorbei…und was passiert nun?!
Es fängt an zu schneien-und nicht einfach nur ein bisschen, sondern richtig viel…ich schaue morgens aus dem Fenster und traue meinen Augen nicht! Alles weiß!
Und so schön dass ganze auch ist, man darf seine Mitmenschen nicht unterschätzen: Hamsterkäufe bei Aldi, ich sitze bibbernd bei -3 Grad ohne Strom in meiner Wohnung. In der Christuskirche wird die Krippe ab- und Feldbetten aufgebaut, unterwegs werde ich von einem Sommerreifen-bereiften Auto gestreift. Während warme Suppe verteilt wird, räumen andere schon den Frenseher und andere leicht tragbare Wertgegenstände aus meiner und den Nachbarwohnungen, meine Mitbewohnerin steht jetzt schon seit fast 2 Tagen am Frankfurter Kreuz im Stau, mittlerweile ohne Heizung und ohne Benzin…

Alles zum Glück nur ein böser Traum – es hat auch schon wieder aufgehört zu scheien.
Dann kann ich ja endlich zu Aldi gehen um einen kleinen Lebensmittel-Notvorrat anzulegen.

Der natürliche Feind des Joggers

Auf Plätzchen, Glühwein und Spießbraten will man in der Weihnachtszeit natürlich nicht verzichten und der Winterspeck lässt dann nicht lange auf sich warten.
Und um das kleine Fettpölsterchen zu vermeiden, schnappe ich mir meine Sportschuhe und ziehe los. Vorher habe ich mich bei Tchibo mit der nötigen Winterlaufkleidung eingedeckt-jetzt hält mich nichts mehr…außer das schlechte Wetter…ist ja doch zu kalt…und geregnet hat es auch…und außerdem hab ich gerade sowieso keine Zeit…
Aber um mich nicht drücken zu können habe ich mich zum laufen verabredet-da helfen nun auch die besten Ausreden nicht mehr.
8,3 km und 3 Brücken (na ja, wenn man genau zählt 5) liegen vor mir. Schon am Winterhafen bin ich außer Puste- aber nichts anmerken lassen, möglichst entspannt schauen, so wie das alle anderen auch machen, die uns entgegen kommen.
Mir sagte mal jemand: „Der natürliche Feind des Joggers ist der Hund“. Hier sind viele Hunde unterwegs und alle ohne Leine, aber ganz brav sind sie alle (und wenn nicht, dann wollen sie ja nur spielen!!!). Aber der Feind hinterlässt Tretminen, kurz nicht aufgepasst und schon ist´s passiert. Mein Laufpartner wird gerade von einem Prada-Handtaschen großen Wauzi angeknurrt und verfolgt- er hat aber keine Chance, wir sind schneller!
Der letzte Kilometer ist der schlimmste, aber sobald ich auf der Theodor-Heuss-Brücke bin, weiß ich, dass ich es geschafft habe- mein persönlicher Zieleinlauf!
Schnell heim, umziehen und sich den verdienten Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt abholen…
Aber eins ist klar, mein persönlicher Feind ist ein anderes Tier: mein innerer Schweinehund.

Märchenhafte Weihnachtszeit

Es war einmal…so fangen alle Märchen an. Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück, schließe meine Augen und lausche der Geschichte. Die Vorleserin sitzt in einem roten Ohrensessel unter einer Stehlampe, auf dem Tisch vor mir steht ein Teller Plätzchen und Kerzen leuchten.
Keine 50 m vom turbulenten Weihnachtsmarkt entfernt findet man hier im Vorraum des kleinen Hauses des Mainzer Staattheater eine Oase der Ruhe und Besinnung. Jeden Abend in der Vorweihnachtszeit hält der musikalisch-literarische Adventskalender des Theaters eine Überraschung bereit. Um 18.30 kann man jeden Abend dem Einkaufstress für eine halbe Stunde lang entfliehen und in andere Welten eintauchen.
Das ganze geschieht zu Gunsten von Unicef- kostet keinen Eintritt, aber Spenden sind sehr erwünscht!

Glatteis !

Hätte mir besser ein Kissen in die Hose gesteckt- das gibt auf jeden Fall blaue Flecken am Po. Die kleinen Kinder sausen an mir vorbei und ich klammere mich verzweifelt an die Bande. Die Kufen unter meinen sind einfach zu schnell für mich und als ich mich endlich zaghaft aufs Eis vortaste haut’s mich natürlich sofort auf mein Hinterteil.
Nach weiteren peinlichen Stunts klappt es mich länger auf den Beinen zu halten und einige Runden zu drehen. Und zum ersten Mal habe ich die Zeit mich umzuschauen: das alte Pferdekarussell dreht sich zur Musik im Kreis, der Duft von Glühwein weht über die Eisbahn, Menschen mit bunten Schals und Mützen gleiten an mir vorbei – hier kommt man richtig in Winterstimmung!
Und natürlich ist nach ein paar Pirouetten auch noch ein Gläschen Glühwein drin – den hab ich mir aber auch schwer verdient!
Wer nun auch Lust auf das rutschige Vergnügen bekommen hat (bitte nur mit Po- und Knieschonern oder zuhause noch mal kurz auf den Inline-Skates üben):
Die Eisbahn ist auf dem Ernst-Ludwig-Platz in der Nähe vom Schloss und hat jeden Tag von 10-22 Uhr geöffnet.

Jung, deutsch…im Kino

Wie wissen ja alle, deutsche Filme haben’s schwer im großen Kino! Aber für alle, die Filme made in Germany mögen und für alle die vom Hollywood-Müll die Schnauze voll haben, gibt es diese Woche etwas besonderes in Mainz: das Festival des deutschen Kinos-FILMZ
Von heute bis Sonntag werden im City 1 Kino und im Capitol deutsche Nachwuchsproduktionen gezeigt. Nebenbei kann man Filmemacher, Schauspieler und Regisseure treffen und mehr über die Arbeit hinter den Kulissen oder über die Probleme der Macher zu erfahren.
Info´s gibts auf www.filmz-mainz.de

Neuer Wein

Ein bisschen angeschickert bin ich schon als ich nach hause komme…Ist ja auch kein Wunder! Ich war auf einer Weinprobe der Rivaner-Initiative in der alten Lokhalle in Mombach.
Der Rivaner auch unter dem Namen Müller-Thurgau, aber wer kann sich schon so einen langen Namen nach ein paar Gläschen noch merken!
Habe mir gleich ein leeres Glas geschnappt und bin von Stand zu Stand.
Eigentlich läuft das Weinprobieren ja so: man bekommt ein kleines Schlückchen ins Glas, überprüft die Farbe und wie er perlt und natürlich das Bouquet (der Weinkenner hält das Glas nur am Stiel, damit der Kelch nicht warm wird und schwenkt es, damit der Wein sein ganzes Aroma entfalten kann). Ein kleiner Schluck Wein wird in den Mund genommen, zwischen Zunge und Gaumen gehalten, ein bisschen gegurgelt und dann, der Laie wird erschrecken, ausgespuckt! (Hab ich natürlich nicht gemacht) Aber wie sonst soll ein Probierer alle Weine objektiv testen können, die heute Abend angeboten wurden? Und es waren sehr viele: aus allen rheinland-pfälzischen Weinanbaugebieten waren Winzer vertreten, die ihre „neuen“ Rivaner vorstellten.
Aber ich habe nicht nur tolle Weine getrunken, sondern auch viel dazu gelernt. Am spannendsten finde ich ja die Sache mit den Aromen. Ein Wein schmeckt heute nicht mehr nur nach Wein, sondern hat einen Hauch von Lakritz, das Bouquet erinnert an Aprikosen, Aromen von Maracuja und Mango…und ich als Grobsensoriker schmecke das natürlich auch, aber nur wenn es mir vorher gesagt wird.
Zum Abschuss hat mir sogar die deutschen Weinkönigin die Hand geschüttelt…na dann prost!

Tierischer Flirt !

Ein Stadtleben ist ja doch sehr tierarm. Die einzigen, nicht menschlichen Lebewesen vor meiner Haustür sind Hunde, die von ihrem Herrchen bis zum Grünstreifen zwischen den Straßenbahnschienen ausgeführt werden und dort ihr Häufchen hinterlassen-ein trostloses Leben. Aber es gibt auch Tiere die noch nicht mal ein richtiges Zuhause haben, aber mit viel Glück im Tierheim leben.
Und da war ich heute – auf dem Weihnachtsbasar des Mainzer Tierheim.
Dort war viel los und einige Besucher hatten sogar ihre eigenen Hunde mitgebracht. Für Essen (natürlich nur vegetarisch!) und Getränke war gesorgt.
Als erstes ging ich zu den Hundegehegen. Ein paar Hunde wohnen alleine in Käfigen, aber die meisten teilen ihr „Appartment“ mit einem oder zwei Artgenossen. Zwei „WG´s“ bewohnen sogar ein kleines Gartenhäuschen. Die Hunde kamen immer ganz interessiert zu mir an den Zaun und schauten mich mit großen Augen an (am liebsten hätte ich ihnen gesagt, dass sie auf hören sollen so mitleiderregend zu schauen, weil ich auf meinen 25 qm leider nicht auch noch einen Hunde unterbringen kann).
Bei manchen war ich sehr froh, dass ein Zaun dazwischen war, sonst hätten sie sich wahrscheinlich in meiner Wade festgebissen.
So ein Hund ist ja schon was tolles. Man hat einen Grund mal vor die Tür zu gehen… und ich ahbe auch schon gehört, dass man beim Hund-ausführen plötzlich mit vielen gut aussehenden Single-Männern ins Gespräch kommt- also absoluter Flirt-Vorteil!
Und das beste ist…wer sich keinen eigenen Hund leisten kann-kann sich einen „leihen“!!!
So groß die Gehege auch sind, Hunde brauchen natürlich viel mehr Auslauf…und Tierfreunde, die mit ihnen Gassi gehen.
Und das ist ganz einfach! Man muss nur Mitglied im Tierschutzverein werden ( ist wegen der Versicherung und geht schon ab 25 Euro im Jahr), bekommt dann eine Einweisung und los geht´s…
Und wer dafür keine Zeit hat, kann eine Tierpatenschaft übernehmen ( ist bestimmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk).
Also für alle, die jetzt auch auf den Hund (es gibt dort natürlich noch viele andere Tiere: Katzen, Hamster, Ratten, sogar Schwein) gekommen sind:
Tierheim Mainz, Zwerchallee 13-15, Mainz, www.tierheim-mainz.de
Und ich gehe demnächst mit „meinem“ Hund mal auf den Grünstreifen und lass ihn dort sein Häufchen machen :-))

Endlich Weihnachten !!!

Die Tage werden kürzer, die Abende dunkler… und endlich ist es so weit:
tausende Lichter funkeln auf dem Domplatz, fremde Gerüche steigen in die Nase. Seit Monaten habe ich mich auf diesen Moment gefreut.In Strumpfhosen, Kniestrümpfen und Wollsocken, zwei dicken Pullis, Schal und Handschuhen eingepackt habe ich nun meinen ersten Glühwein für dieses Jahr in der Hand. Meine Zehen sind eisekalt, aber mein Bauch wird warm.
…und plötzlich sinken ganz leise kleine Flocken auf den Boden-es schneit…nun kann es Weihnahten werden!