
unsere kleine Stadt hat einen großen Sohn hervorgebracht. Einen, nur einen, gottseidank nur einen. Weil der mit Vornamen Johannes hieß, feiert unsere kleine Stadt an Johannis ein Fest. Wenn unsere kleine Stadt ein Fest feiert, dann bedeutet das, die ganze Stadt in einen Rummelplatz und im Verlauf des Rummels dann in ein riesiges Pissoir zu verwandeln. Es ist wahrlich putzig anzusehen, wenn schwankend Männer gegen igendwas pinkeln, was nicht eines anderen Mannes Bein ist (obwohl auch das schon vorgekommen sein soll),
aber auch Frauen dämlich grinsend den Rock hochnehmend hinter einem parkenden Wagen verschwinden. Diese über die gesamte Innestadt verteilte Pisse wird dann mit möglichst kleinen Glasscherben garniert. Zur besseren Festigkeit (Festig- nicht Festlich) verklebt der geübte Straßenkünstler alles mit reichlich verschüttetem Bier und gelegentlicher Kotze. Geübt hat man schon zur Fassenacht, aber im Sommer, wenn es schön warm ist, machts viel mehr Spaß, die Sau rauszulassen.
Wie gesagt, gottseidank gibts nur den einen großen. Stellt euch mal vor, wir hätten auch noch den Martin Luther (11.11. da wird hier nur klein gefeiert), Ludwig van Beethoven (25.8.), Konrad Adenauer (4.4.), Albert Einstein (7.8.) Sigmund Freud (2.5.)…da würden die Wurstbuden und Bierschwemmen zur Dauerinstallation und die Bevölkerung befände sich in einem permanenten Dillirium. 
Dieser Eintrag wurde verfasst am Freitag, 23. Juni 2006 um 12:26 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



27. Juni 2006 um 22:22
Du hast ja sooo Recht. Is aber auch eklig! Dabei gab es dieses Jahr doch endlich die 10er-Piss-Karte für alle Toi-Toi-Wagen. Trotzdem roch es in allen dunklen Ecken entlang der Festpromenade fürchterlich nach Pisse. Baaah!