Archiv für den Monat: Februar 2006

Poetry Slam Mainz 2

Das Schick&Schön lädt heute zum 2. Mainzer Poetry Slam. Mitmachen darf jeder der sich an folgende Regeln hält: Maximal 7 Minuten; keine Instrumente, keine Gimmicks und Kostüme, nur Selbstgeschriebenes, Gesang eingeschränkt.

Beginn ist um 20:00 Uhr.

Kommentar: kritische Zwischenbilanz

Die Rückrunde ist gerade einmal vier Spiele alt und es ist Zeit für eine (etwas verspätete) Zwischenbilanz.

Wo stehen wir nach 21 Spieltagen: Auf Platz 14 mit 20 Punkten.

In der Allgemeinen Zeitung steht ein interessanter Beitrag der auch eine Art Zwischenresumee darstellt – mit dem feinen Unterschied das sich hier auf das Vorjahr bezogen wird.

40 Punkte braucht´s, so die Faustformel, um nach 34 Spieltagen sicher die Klasse zu erhalten. Dies würde bedeuten, dass die Mainzer in den verbleibenden 13 Begegnungen 20 Zähler einsammeln müssten. […] In den vergangenen zehn Jahren musste sowieso keine Mannschaft über die magische Grenze springen, 2001/02 haben sogar 31 Zähler ausgereicht. Die meisten Punkte brauchte man 97/98, als der Tabellen-16. 38 Zähler auf seinem Konto häufte. Im Schnitt dieser Dekade waren es exakt 35,7 Punkte, mit denen der Abstieg in die Zweite Bundesliga vermieden wurde.
(Quelle: Allgemeine Zeitung)

Schön und gut und Statistiken haben natürlich irgendwo schon ihre Daseinsberechtigung doch ist jedem bewusst, das solche Mittelwerte auch durch Ausreisser nach oben und unten ad absurdum geführt werden können.

Ich bin dafür das man einfach mal die Fakten auf den Tisch legt:

Verbleibende Spieltage: 13 (davon noch 7 Auswärtspartien)
Mögliche Punkte: 39
Gegner: VfB Stuttgart*, FCK, Borr. Dortmund*, Borr. M’Gladbach, Leverkusen*, Hertha BSC Berlin, Nürnberg*, Hannover, Eintracht Frankfurt*, FCB, Wolfsburg*, Schalke 04, Duisburg*
(* = Auswärts)

Kritische und optimistische Betrachtung der Punktemöglichkeiten:

  • Stuttgart – 0 (1)
  • FCK – 1 (3)
  • Dortmund – 0 (1)
  • Gladbach – 0 (1)
  • Leverkusen – 0 (1)
  • Berlin – 0 (1)
  • Nürnberg – 1 (3)
  • Hannover – 1 (3)
  • Frankfurt – 0 (1)
  • FCB – 0 (1)
  • Wolfsburg – 0 (1/3)
  • Schalke – 0 (1/3)
  • Duisburg – 0 (1)

Ergebnis: Wird die kritische Betrachtung Realität gibt es ganze 3 Punkte! Das wird nicht reichen!

Die Mannschaft ist gut, die einzelnen Spieler sind (bis auf ein paar Ausnahmen) gut, das Trainergespann ist (mit Ausnahmen) gut.

Die Ausnahmen bei den Spielern:

  • Benjamin Auer – die Stürmer-Stoßspitze
    Es ist traurig mitanzusehen das dieser Stürmer immer wieder aufgestellt wird. Angeblich entscheidet Klopp nach der Trainingsleistung wer aufgestellt wird, doch dann muss die Frage gestattet sein: Welche Leistungen bringt Auer im Training? Und warum zeigt er sie so wenig im Spiel?
  • Christof „Bumbum“ Babatz – der Mittelfeld-Spieler
    Bedingt durch ein Formtief und Verletzungen hinkt er dem Entwicklungsstand der Mannschaft um einiges Hinterher. Diesen Rückstand wird er in dieser Saison wahrscheinlich auch nicht mehr aufholen.
  • Mathias Abel
    Die gebrochene Nase ist das Eine, aber die Leistungen die er bringt ist das Andere. Scheinbar ist im Geiste schon der Wechsel zu S04 vollzogen.

Die Ausnahmen bei den Trainern:
Warum wird Benjamin Auer jedesmal wieder aufgestellt? Warum wird das Spiel über die Flügel nicht stärker forciert? (siehe Spiel gegen den HSV den fast ignorierten Benjamin Weigelt auf linksaußen)

Am Kampfeswillen liegt es gewiss nicht und ich glaube auch das die Mannschaft alles gibt um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch Fehlpässe und unnötige Ballspielereien und -tricksereien wie im Spiel gegen Bielefeld kann man sich nur erlauben wenn man
a) Bereits einen dicken Vorsprung hat oder
b) diese Tricks auch aus dem Effeff beherrscht und derjenige Spieler der dadurch angespielt werden soll auch darauf eingestellt ist.

Was fehlt ist eine kontinuierliche Erfolgsleistung – nicht nur eine kontinuierliche Leistung. Das die Spieler immer alles geben ist unbestritten doch es muss einfach Erfolgsorientierter gespielt werden.

Ich hoffe innständig das die derzeitigen Schwächen und Mißerfolge auf die schon fast typische Fastnachtsschwäche zurückzuführen ist und der Sehenswerte und Erfolgreiche Fußball wieder an den Bruchweg zurückkehrt – denn verdient hätten es die 05er allemal.

Wie sagt Klaus Hafner so schön: Auf geht’s!