Archiv für den Monat: Dezember 2005

Ach iwo, es ist doch nicht kalt …

Wie war das doch gleich? Irgendwo so zwischen 18 und 21 Grad sollte es zu Hause sein? Tja, sollte es. Aber hey, es ist doch gar nicht kalt … brrrrrrr … iwo, ich frier‘ doch gar nicht … brrrrrrrr … alles nur eine Frage der Einstellung …

Seit mein Thermometer in der Wohnung nicht mehr über 10 bis 11 Grad steigt, haben sich mannigfaltige Heizmöglichkeiten aufgetan. Man muss nur erfinderisch sein.

Öfter mal was im Backofen zubereiten – jaaa, das heizt schön ein. Aber gleich am Morgen? Nö. Da muss die Wärmflasche herhalten. Und bis es Essenszeit ist und der Backofen zum Einsatz kommt, da ist der Computer dran. Ob ich nun davorsitze oder nicht – er macht warm. Ach, und die Lampe über meinem Schreibtisch, die muss auch dran glauben. Dauereinsatz für diverse Beleuchtungskörper gehören zu einer mollig warmen Wohnung einfach dazu. Wie gut, dass in der Vorweihnachtszeit verstärkt Kerzenlicht angesagt war.

Bewegung! Ja. Genau. Also wird den Kindern eben mehr als nur ein- oder zweimal pro Tag hinterhergeräumt. Auch wenn das die bisherigen Erziehungsversuche zu selbstständigem Aufräumen geringfügig sabotiert. Ich kann auch die Krümel mehrmals am Tag aufsaugen, anstatt mich einfach nur danach zu bücken. Und die eigentlich angesetzte Zeit zum Bügeln kann signifikant verlängert werden, wenn man auch Waschlappen und Unterhosen plättet. Hauptsache, es bleibt schön warm. Schade nur, dass mein Wäschetrockner in der Waschküche steht.

Selbstverständlich gehört auch die Aufheizung von Innen dazu. Drei bis vier Liter Heißgetränke pro Tag kommen da schon zusammen: Kaffee, Tee, Kakao in Massen. Und weil im Stockwerk unter uns den ganzen Tag niemand zu Hause ist, der Wärme von Unten liefern könnte, wird unter zwei Paar Socken gar nichts akzeptiert.

Gelüftet wird erst am Abend, dann aber richtig. 20:15 Uhr – das ist nach einem kurzen Gastspiel der Teletubbies am Morgen das erste Mal, dass der Fernseher eingeschaltet wird. Strickjacke an, Wärmflasche auf die Couch, Wolldecke zum Einmummeln – und Fenster gaaanz weit auf … brrrrrrrr …

Ach iwo, es ist doch gar nicht kalt …

Schneechaos

Die Kerzen sind abgebrannt, die Plätzchenteller sind leer und die besinnlichen Stunden sind vorbei…und was passiert nun?!
Es fängt an zu schneien-und nicht einfach nur ein bisschen, sondern richtig viel…ich schaue morgens aus dem Fenster und traue meinen Augen nicht! Alles weiß!
Und so schön dass ganze auch ist, man darf seine Mitmenschen nicht unterschätzen: Hamsterkäufe bei Aldi, ich sitze bibbernd bei -3 Grad ohne Strom in meiner Wohnung. In der Christuskirche wird die Krippe ab- und Feldbetten aufgebaut, unterwegs werde ich von einem Sommerreifen-bereiften Auto gestreift. Während warme Suppe verteilt wird, räumen andere schon den Frenseher und andere leicht tragbare Wertgegenstände aus meiner und den Nachbarwohnungen, meine Mitbewohnerin steht jetzt schon seit fast 2 Tagen am Frankfurter Kreuz im Stau, mittlerweile ohne Heizung und ohne Benzin…

Alles zum Glück nur ein böser Traum – es hat auch schon wieder aufgehört zu scheien.
Dann kann ich ja endlich zu Aldi gehen um einen kleinen Lebensmittel-Notvorrat anzulegen.

Der natürliche Feind des Joggers

Auf Plätzchen, Glühwein und Spießbraten will man in der Weihnachtszeit natürlich nicht verzichten und der Winterspeck lässt dann nicht lange auf sich warten.
Und um das kleine Fettpölsterchen zu vermeiden, schnappe ich mir meine Sportschuhe und ziehe los. Vorher habe ich mich bei Tchibo mit der nötigen Winterlaufkleidung eingedeckt-jetzt hält mich nichts mehr…außer das schlechte Wetter…ist ja doch zu kalt…und geregnet hat es auch…und außerdem hab ich gerade sowieso keine Zeit…
Aber um mich nicht drücken zu können habe ich mich zum laufen verabredet-da helfen nun auch die besten Ausreden nicht mehr.
8,3 km und 3 Brücken (na ja, wenn man genau zählt 5) liegen vor mir. Schon am Winterhafen bin ich außer Puste- aber nichts anmerken lassen, möglichst entspannt schauen, so wie das alle anderen auch machen, die uns entgegen kommen.
Mir sagte mal jemand: „Der natürliche Feind des Joggers ist der Hund“. Hier sind viele Hunde unterwegs und alle ohne Leine, aber ganz brav sind sie alle (und wenn nicht, dann wollen sie ja nur spielen!!!). Aber der Feind hinterlässt Tretminen, kurz nicht aufgepasst und schon ist´s passiert. Mein Laufpartner wird gerade von einem Prada-Handtaschen großen Wauzi angeknurrt und verfolgt- er hat aber keine Chance, wir sind schneller!
Der letzte Kilometer ist der schlimmste, aber sobald ich auf der Theodor-Heuss-Brücke bin, weiß ich, dass ich es geschafft habe- mein persönlicher Zieleinlauf!
Schnell heim, umziehen und sich den verdienten Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt abholen…
Aber eins ist klar, mein persönlicher Feind ist ein anderes Tier: mein innerer Schweinehund.

Märchenhafte Weihnachtszeit

Es war einmal…so fangen alle Märchen an. Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück, schließe meine Augen und lausche der Geschichte. Die Vorleserin sitzt in einem roten Ohrensessel unter einer Stehlampe, auf dem Tisch vor mir steht ein Teller Plätzchen und Kerzen leuchten.
Keine 50 m vom turbulenten Weihnachtsmarkt entfernt findet man hier im Vorraum des kleinen Hauses des Mainzer Staattheater eine Oase der Ruhe und Besinnung. Jeden Abend in der Vorweihnachtszeit hält der musikalisch-literarische Adventskalender des Theaters eine Überraschung bereit. Um 18.30 kann man jeden Abend dem Einkaufstress für eine halbe Stunde lang entfliehen und in andere Welten eintauchen.
Das ganze geschieht zu Gunsten von Unicef- kostet keinen Eintritt, aber Spenden sind sehr erwünscht!

Glatteis !

Hätte mir besser ein Kissen in die Hose gesteckt- das gibt auf jeden Fall blaue Flecken am Po. Die kleinen Kinder sausen an mir vorbei und ich klammere mich verzweifelt an die Bande. Die Kufen unter meinen sind einfach zu schnell für mich und als ich mich endlich zaghaft aufs Eis vortaste haut’s mich natürlich sofort auf mein Hinterteil.
Nach weiteren peinlichen Stunts klappt es mich länger auf den Beinen zu halten und einige Runden zu drehen. Und zum ersten Mal habe ich die Zeit mich umzuschauen: das alte Pferdekarussell dreht sich zur Musik im Kreis, der Duft von Glühwein weht über die Eisbahn, Menschen mit bunten Schals und Mützen gleiten an mir vorbei – hier kommt man richtig in Winterstimmung!
Und natürlich ist nach ein paar Pirouetten auch noch ein Gläschen Glühwein drin – den hab ich mir aber auch schwer verdient!
Wer nun auch Lust auf das rutschige Vergnügen bekommen hat (bitte nur mit Po- und Knieschonern oder zuhause noch mal kurz auf den Inline-Skates üben):
Die Eisbahn ist auf dem Ernst-Ludwig-Platz in der Nähe vom Schloss und hat jeden Tag von 10-22 Uhr geöffnet.

Neues Stadion in Hechtsheim?

Am 01.12.2005 fand die letzte Sport-Talkrunde der Allgemeinen Zeitung im Jahr 2005 in der Alten Patrone in Mainz statt. Hauptthema war natürlich: Neues Stadion für Mainz 05.

Zu dem Sport-Talk „Heimspiel“ waren Harald Strutz (Präsident Mainz 05), Christian Heidel (Manager) und Norbert Schüler (Bürgermeister der Stadt Mainz) eingeladen. Heidel und Strutz stellten klar, das es nicht funktioniert wenn der Verein alles bezahlen soll (verkehrstechnische Anbindung, ÖPNV, Parkplätze usw.) und auch noch das Stadion finanziert. Investoren die den Bau des Stadions finanzieren wollen sind laut Heidel genug interessiert doch sind nach wie vor die Rahmenbedinungen unklar.

Mainz zu langsam?

Norbert Schüler sprach für die Stadt Mainz und machte deutlich, das die Stadt natürlich ein Interesse daran habe das Mainz 05 ihr Stadion auch in Mainz bekommt (als praktischster Standort nannte Schüler das neue Gewerbegebiet in Mainz-Hechtsheim, dort sind genügend Grundstücke der Stadt vorhanden), doch müsse auch der Stadtrat von dem Unternehmen überzeugt werden.

Wiesbaden meldet grosses Interesse

Interessanterweise meldet die Stadt Wiesbaden grosse Begehrlichkeiten das die Mainzer ihr Stadion in Mainz-Kastel bauen und machen sehr verlockende Angebote. Wie es aussieht haben die Wiesbadener das grössere unternehmerische Gespür – etwas, was den Mainzern sehr oft fehlt. Der Standort „Kastel“ wird nicht als Druckmittel gesehen aber es wäre für den Vorstand von Mainz 05 in letzter Konsequenz kein Problem in Kastel das Stadion zu bauen.

Weiteres Thema war das Mainz 05 drauf und dran ist Trinidad/Tobago als Gastmannschaft für die WM2006 zu bekommen – die Trainingsanlage würde kostenlos zur Verfügung gestellt. Mainz 05 zeigte sich „enttäuscht“ das die Stadt in der Beziehung nichts unternommen habe und so hat der Verein die Initiative ergriffen.

Weitere Informationen: AZ Sportspecial