Ein bisschen angeschickert bin ich schon als ich nach hause komme…Ist ja auch kein Wunder! Ich war auf einer Weinprobe der Rivaner-Initiative in der alten Lokhalle in Mombach.
Der Rivaner auch unter dem Namen Müller-Thurgau, aber wer kann sich schon so einen langen Namen nach ein paar Gläschen noch merken!
Habe mir gleich ein leeres Glas geschnappt und bin von Stand zu Stand.
Eigentlich läuft das Weinprobieren ja so: man bekommt ein kleines Schlückchen ins Glas, überprüft die Farbe und wie er perlt und natürlich das Bouquet (der Weinkenner hält das Glas nur am Stiel, damit der Kelch nicht warm wird und schwenkt es, damit der Wein sein ganzes Aroma entfalten kann). Ein kleiner Schluck Wein wird in den Mund genommen, zwischen Zunge und Gaumen gehalten, ein bisschen gegurgelt und dann, der Laie wird erschrecken, ausgespuckt! (Hab ich natürlich nicht gemacht) Aber wie sonst soll ein Probierer alle Weine objektiv testen können, die heute Abend angeboten wurden? Und es waren sehr viele: aus allen rheinland-pfälzischen Weinanbaugebieten waren Winzer vertreten, die ihre „neuen“ Rivaner vorstellten.
Aber ich habe nicht nur tolle Weine getrunken, sondern auch viel dazu gelernt. Am spannendsten finde ich ja die Sache mit den Aromen. Ein Wein schmeckt heute nicht mehr nur nach Wein, sondern hat einen Hauch von Lakritz, das Bouquet erinnert an Aprikosen, Aromen von Maracuja und Mango…und ich als Grobsensoriker schmecke das natürlich auch, aber nur wenn es mir vorher gesagt wird.
Zum Abschuss hat mir sogar die deutschen Weinkönigin die Hand geschüttelt…na dann prost!
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Mo
28
Nov '05


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