Archiv für den Monat: November 2005

Jung, deutsch…im Kino

Wie wissen ja alle, deutsche Filme haben’s schwer im großen Kino! Aber für alle, die Filme made in Germany mögen und für alle die vom Hollywood-Müll die Schnauze voll haben, gibt es diese Woche etwas besonderes in Mainz: das Festival des deutschen Kinos-FILMZ
Von heute bis Sonntag werden im City 1 Kino und im Capitol deutsche Nachwuchsproduktionen gezeigt. Nebenbei kann man Filmemacher, Schauspieler und Regisseure treffen und mehr über die Arbeit hinter den Kulissen oder über die Probleme der Macher zu erfahren.
Info´s gibts auf www.filmz-mainz.de

Neuer Wein

Ein bisschen angeschickert bin ich schon als ich nach hause komme…Ist ja auch kein Wunder! Ich war auf einer Weinprobe der Rivaner-Initiative in der alten Lokhalle in Mombach.
Der Rivaner auch unter dem Namen Müller-Thurgau, aber wer kann sich schon so einen langen Namen nach ein paar Gläschen noch merken!
Habe mir gleich ein leeres Glas geschnappt und bin von Stand zu Stand.
Eigentlich läuft das Weinprobieren ja so: man bekommt ein kleines Schlückchen ins Glas, überprüft die Farbe und wie er perlt und natürlich das Bouquet (der Weinkenner hält das Glas nur am Stiel, damit der Kelch nicht warm wird und schwenkt es, damit der Wein sein ganzes Aroma entfalten kann). Ein kleiner Schluck Wein wird in den Mund genommen, zwischen Zunge und Gaumen gehalten, ein bisschen gegurgelt und dann, der Laie wird erschrecken, ausgespuckt! (Hab ich natürlich nicht gemacht) Aber wie sonst soll ein Probierer alle Weine objektiv testen können, die heute Abend angeboten wurden? Und es waren sehr viele: aus allen rheinland-pfälzischen Weinanbaugebieten waren Winzer vertreten, die ihre „neuen“ Rivaner vorstellten.
Aber ich habe nicht nur tolle Weine getrunken, sondern auch viel dazu gelernt. Am spannendsten finde ich ja die Sache mit den Aromen. Ein Wein schmeckt heute nicht mehr nur nach Wein, sondern hat einen Hauch von Lakritz, das Bouquet erinnert an Aprikosen, Aromen von Maracuja und Mango…und ich als Grobsensoriker schmecke das natürlich auch, aber nur wenn es mir vorher gesagt wird.
Zum Abschuss hat mir sogar die deutschen Weinkönigin die Hand geschüttelt…na dann prost!

Tierischer Flirt !

Ein Stadtleben ist ja doch sehr tierarm. Die einzigen, nicht menschlichen Lebewesen vor meiner Haustür sind Hunde, die von ihrem Herrchen bis zum Grünstreifen zwischen den Straßenbahnschienen ausgeführt werden und dort ihr Häufchen hinterlassen-ein trostloses Leben. Aber es gibt auch Tiere die noch nicht mal ein richtiges Zuhause haben, aber mit viel Glück im Tierheim leben.
Und da war ich heute – auf dem Weihnachtsbasar des Mainzer Tierheim.
Dort war viel los und einige Besucher hatten sogar ihre eigenen Hunde mitgebracht. Für Essen (natürlich nur vegetarisch!) und Getränke war gesorgt.
Als erstes ging ich zu den Hundegehegen. Ein paar Hunde wohnen alleine in Käfigen, aber die meisten teilen ihr „Appartment“ mit einem oder zwei Artgenossen. Zwei „WG´s“ bewohnen sogar ein kleines Gartenhäuschen. Die Hunde kamen immer ganz interessiert zu mir an den Zaun und schauten mich mit großen Augen an (am liebsten hätte ich ihnen gesagt, dass sie auf hören sollen so mitleiderregend zu schauen, weil ich auf meinen 25 qm leider nicht auch noch einen Hunde unterbringen kann).
Bei manchen war ich sehr froh, dass ein Zaun dazwischen war, sonst hätten sie sich wahrscheinlich in meiner Wade festgebissen.
So ein Hund ist ja schon was tolles. Man hat einen Grund mal vor die Tür zu gehen… und ich ahbe auch schon gehört, dass man beim Hund-ausführen plötzlich mit vielen gut aussehenden Single-Männern ins Gespräch kommt- also absoluter Flirt-Vorteil!
Und das beste ist…wer sich keinen eigenen Hund leisten kann-kann sich einen „leihen“!!!
So groß die Gehege auch sind, Hunde brauchen natürlich viel mehr Auslauf…und Tierfreunde, die mit ihnen Gassi gehen.
Und das ist ganz einfach! Man muss nur Mitglied im Tierschutzverein werden ( ist wegen der Versicherung und geht schon ab 25 Euro im Jahr), bekommt dann eine Einweisung und los geht´s…
Und wer dafür keine Zeit hat, kann eine Tierpatenschaft übernehmen ( ist bestimmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk).
Also für alle, die jetzt auch auf den Hund (es gibt dort natürlich noch viele andere Tiere: Katzen, Hamster, Ratten, sogar Schwein) gekommen sind:
Tierheim Mainz, Zwerchallee 13-15, Mainz, www.tierheim-mainz.de
Und ich gehe demnächst mit „meinem“ Hund mal auf den Grünstreifen und lass ihn dort sein Häufchen machen :-))

Endlich Weihnachten !!!

Die Tage werden kürzer, die Abende dunkler… und endlich ist es so weit:
tausende Lichter funkeln auf dem Domplatz, fremde Gerüche steigen in die Nase. Seit Monaten habe ich mich auf diesen Moment gefreut.In Strumpfhosen, Kniestrümpfen und Wollsocken, zwei dicken Pullis, Schal und Handschuhen eingepackt habe ich nun meinen ersten Glühwein für dieses Jahr in der Hand. Meine Zehen sind eisekalt, aber mein Bauch wird warm.
…und plötzlich sinken ganz leise kleine Flocken auf den Boden-es schneit…nun kann es Weihnahten werden!

Drumm & Bass Party Vol. 1

Am 25.11.2005 findet im AITA Discoclub Mainz die erste Drumm & Bass Party statt.
Einlass ist ab 22.00 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro. Weitere Infos findet man auf der Seite von partyMainz.de.

Wer dort hingeht kann hier gerne einen Kommentar hinterlassen – und falls jemand Bilder gemacht hat kann er mir diese gerne zuschicken – ich poste diese dann hier.

2:2 beim RheinMain-Derby

Was für ein Spiel – was für ein Derby!

Die Stimmung war vor Beginn des Spiels wie erwartet ein wenig „erhitzt“ – dennoch wurde sich einigermaßen sittlich (auf beiden Seiten) verhalten. Natürlich hatten alle Frankfurter Spieler plötzlich wieder ein- und denselben Nachnamen (was ich persönlich für niveaulos halte aber bittesehr – scheinbar meinen immer noch viele Fans das sei die richtige Begrüssung!) aber ansonsten war es doch recht ruhig.

Der Beginn des Spiels war als wäre man im falschen Film gelandet. Nach 6 Minuten stand es 0:2 – und alle Tore hatte ein Mainzer Spieler für Frankfurt geschossen: Nikolce Noveski.

Der Unglücksvogel war nach dem 0:2 dermaßen gegrämt – man sah ihm an das er die Welt nicht mehr verstand. Dimo Wache kraulte ihm dennoch kurz freundschaftlich den Kopf und weiter ging es.

Die Frankfurter dominierten in der 1. Halbzeit klar das Spiel. Schnelle lange präzise Pässe, ein flinker Stürmer – alles roch nach einem 0:3 oder 0:4 Spielstand zur Pause. Doch die Eintracht schaffte es nicht nach den beiden Geschenken nachzulegen und so waren die Mainzer glücklich über den Zwischenstand.

In der Pause hat Jürgen Klopp wohl dann seine Spieler lautstark aufgeweckt denn als die zweite Hälfte begann waren alle wie ausgewechselt. Zu Beginn wurde Thurk gegen Zidan ausgewechselt und dadurch kam wesentlich mehr Tempo ins Mainzer Spiel. Und dann – in der 70. Minute machte Noveski seinen Schnitzer wieder wett und Köpfte zum 1:2 – und dadurch konnte der Knoten platzen. Angriff um Angriff folgte und die Frankfurter kamen nicht mehr hinterher – es war als hätte die Eintracht die Kräfte verlassen. In der 90. Minute kam dann der verdiente ausgleich – durch einen herrlichen Pass von da Silva auf Zidan, dieser sieht Ruman von rechts kommen und passt steil rüber und Petr Ruman haut das Ding in den Kasten der Eintracht.

Der Endstand ist unter den gegebenen Umständen mehr als Zufriedenstellend – und man muss mit einem grinsen feststellen, das die Frankfurter kein einziges Tor in Mainz geschossen haben – das haben die Mainzer für sie übernommen (fast so als wollten sie der Eintracht zeigen „So schiesst man Tore in Mainz!“).

Nachspiel: Mainz 05 Homepage, AZ Sportspecial, Kolummne Sven Hieronymus, Sport@web.de

Vorbereitung zum RheinMain-Derby

Wie gewohnt sind die Tickets für das Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 ausverkauft. Dieses mal wird der Nachbar aus Hessen – die Frankfurter Eintracht – erwartet.

Befindet sich die Eintracht zur Zeit in einem wahren Torrausch so sind die Mainzer zu ihren Tugenden (hohe Laufbereitschaft, Einsatz bis an die Grenzen und ungebrochener Siegeswille ) zurückgekehrt. Klar ist, das es eine sehr emotionale Partie werden wird doch ich hoffe das sich die Fan-Schlacht auf Fan-Gesänge und Anfeuerungen beschränken wird.

Ein Spieler wird sicherlich mit gemischten Gefühlen auf die Partie schauen – Antonio da Silva. Der brasilianische Ballkünstler spielte von 1997-1999 mit dem Adler auf der Brust – doch es war nicht seine glückliche Zeit als Fussballspieler. Nach dem Wechsel zum SV Wehen zog es ihn dann 2003 nach Mainz.

Das Derby wird am Samstag den 19.11.2005 um 15:30 Uhr beginnen und alle Mainzer werden natürlich „unser’n Jungs in Rot“ die Daumen drücken (und wer im Stadion ist sie natürlich lautstark unterstützen). Um es mit den Worten des Stadionsprechers Klaus Hafner zu sagen: AUF GEHTS!