auf einmal hören wir es über uns knallen. das Johannisfeuerwerk hat begonnen. chopins tauben huschen erschrocken hin und her und chopin nimmt sie unter seine jacke. schweigend betrachten wir das bunte knallspiel. bei den bunten lichtblumen sind die meisten aahhs und ooohhhs zu hören. ich jedoch mag lieber die kleinen silbernen. eine lichtdusche, denke ich mir.
als das spektakel seinen höhepunkt erreicht, bin ich am beobachten der menschen um uns rum. chopin schaut immernoch hoch und das licht spiegelt sich in seinen grün-braunen augen wieder. mir fällt auf, wie schön er ist. das schwarze haar hat er leicht hoch gegelt. ich stelle mir vor, wie er vor dem spiegel steht und seine kottletten richtet. die nase ist etwas länglich, aber wohl geformt. sein kleines rocker-bärtchen schmückt ihn nur noch mehr. und die augen…
in dem moment fängt er meinen blick und ich schaue peinlich errötet wieder zum feuerwerk. ich merke wie er mich mustert. so lange, es kommt mir vor wie eine ewigkeit. ich schaue ihn wieder an und er guckt immernoch. dann holt er einen stift aus seiner jackentasche und schreibt etwas auf den bierdeckel. er schiebt ihn zu mir rüber. sein blick ist ernst. auf dem weißen rand des bierdeckels hat er ein kleines herz gemalt mit einem fragezeichen daneben. ich spüre wie mein herz schneller schlägt. zögernd nehme ich seinen stift und mache aus dem fragezeichen ein ausrufezeichen. wir lächeln uns an.
ENDE
Dieser Eintrag wurde verfasst am Montag, 17. Juli 2006 um 01:07 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



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